Johann-Ludwig-Schneller-Schule (JLSS) im Libanon

"Frieden - Leben -Lernen": Dieser Dreiklang prägt die gesamte Arbeit der Johann-Ludwig-Schneller-Schule.

Seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien ist die Schule zu einem lebendigen Beispiel des Friedens geworden. Momentan besuchen 263 Kinder die Schule und 84 Jugendliche absolvieren eine Ausbildung. Unter den Schülern sind auch 35 syrische Flüchtlingskinder, die seit 2012 sukzessive aufgenommen wurden.

Das Programm trägt dazu bei, dass die Kinder nicht nur in Sicherheit sind, sondern auch gute Bildung, Verpflegung und psychologische Betreuung erhalten. Die syrischen Kinder sind vollkommen in das Schulleben integriert, das keinen Unterschied zwischen Christen und Muslimen macht.

Daneben wurde auch ein Programm für alleinerziehende Flüchtlingsfrauen geschaffen, die mit ihren Kindern in den Libanon kamen. Ihre Männer sind im Krieg gestorben oder gelten als vermisst. Die Frauen erhalten eine Ausbildung zur Näherin oder Friseurin, die sie dazu befähigen soll, ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen.

Die Menschlichkeit und Achtung, die die Schule den Flüchtlingen entgegenbringt, dienen auch den libanesischen Schülerinnen und Schülern als Vorbild. Sie alle lernen in der Schule, einander friedvoll und mit Respekt zu begegnen.

Da die Johann-Ludwig-Schneller-Schule sich an die Schwächsten in der Gesellschaft richtet, kann sie keine hohen Schulgelder verlangen wie manche Eliteschule. Eine Bäckerei und die Verpachtung von Land für den Anbau von Wein sind wichtige Einnahmequellen. Doch reichen diese Einnahmen nicht, um die Existenz der Johann-Ludwig-Schneller-Schule und diese einzigartige Arbeit zu sichern.

Nähere Informationen oder Flyer erhalten Sie im Pfarramt bei Simone Biesinger (Tel.: 07073 6226 oder e-mail: pfarramt.unterjesingen@elkw.de)