Geschichte der evangelischen Barbaragemeinde Unterjesingen

1534 in Württemberg die Reformation eingeführt wurde, wurde auch Unterjesingen evangelisch. 1583 gab es im damaligen Jesingen immerhin schon 500 "Konfirmierte" (Gemeindemitglieder). Die Zeit des 30jährigen Krieges (1618-1648) war überaus hart für die Kirchengemeinde: Pest, Feuer und Hungersnöte forderten zahlreiche Opfer. Zeitweilig wurden die Pfarrer verjagt. So verwundert es nicht, daß die Chronik für das Jahr 1641 nur noch 265 Gemeindemitglieder vermeldete.

Heute ist die evangelische Barbaragemeinde Unterjesingen eine selbständige Kirchengemeinde der Evangelischen Landeskirche in Württemberg  im Kirchenbezirk Tübingen mit 1400 Gemeindemitgliedern. Die flächenmäßige Ausdehnung entspricht der kommunalen Gemeinde (2800 Einwohner). Das Alten- und Pflegeheim Schloß Roseck mit 45 Plätzen wird mit regelmäßigen Gottesdiensten und seelsorgerlicher Begleitung mit betreut. Die Barbara-Gemeinde ist zum einen ländlich geprägt (Ortskern, Untere Straße, Rathausgasse usw.), zum andern gibt es auch Gebiete wie das (ehemalige) Neubaugebiet Landhaushöhe, Burgunderweg, Wägner usw.) mit eher städtischerOrientierung.