Innehalten Nachdenken Nachspüren
Jahreslosung 2012
Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächitg
Der Name Gottes ist unsere große Erleichterung:
wir müssen nicht genug sein.
Die Last der Welt liegt nicht auf unseren Schultern.
Wir können in Heiterkeit Fragment sein.
Das gibt unserem Leben Spiel,
dass wir selber nicht alles sein müssen.
Der Gedanke, dass wir an Gott genesen
und dass niemand an unserem Wesen genesen musss,
macht uns erträglicher für uns selber
und macht uns erträglicher für die anderen .
(Fulbert Steffensky)
Lasst uns Kirche sein
die am Lernen ist.
Die die Fragen der Frauen hört,
die das Suchen der Männer sieht
und nicht bloß uralte Einsicht wiederkäut, sondern ringt.
Lasst uns Kirche sein,
die menschlich ist.
Die warmherzig urteilt,
die weitherzig lehrt,
handfest dient
und nicht nach dem Ansehen,
sondern nach der Straße fragt.
Lasst uns Kirche sein,
die wahrhaftig ist.
Die das Notwendige sagt,
die das Erforderliche bezeugt,
sich nicht an den Spielen der Welt orientiert, sondern am Reich Gottes.
Lasst uns Kirche sein,
die nahrhaft ist:
Die frisches Brot anbietet
und guten Wein,
die hofft, und nicht bloß redet,
die nicht nur los spricht,
sondern Geborgenheit schenkt.
Lasst uns Kirche sein,
die nach Güte schmeckt
und nach Großmut riecht.
Jacqueline Keune
Es liegt an dir, welche Spuren du hinterlässt.
Es liegt an dir, ob Menschen in deiner Nähe aufatmen. Es liegt an die, ob deine vielen Gaben nur dir
der der Gemeinschaft zugute kommen.
Es liegt an dir, ob Menschen ihren Wert entdecken
oder an sich zweifeln.
Es liegt an dir.
Du bist eine Möglichkeit Gottes.
Mach dich nicht selbst klein, das ist feige.
Mach andere nicht klein, das ist schlimm.
Du muss den letzten Schritt nicht gehen.
Jesus Christus ist ihn für dich gegangen.
Aber deinen Weg solltest du gehen.
Nicht stehen bleiben, feige
oder schon in jungen Jahren müde.
Nicht überheblich und kalt.
Es zählt nicht, ob du besser oder schlechter,
mutiger oder ängstlicher,
größer oder kleiner bist.
Am Ende zählt, ob du echt gewesen bist.
Ob du echt ein Mensch gewesen bist,
ein Kind Gottes, ein Geschenk für die Welt.
Du bist eine Möglichkeit Gottes, Nutze sie.
Gerhard Engelsberger
Zwiegespräch
Er saß mir gegenüber
in der U-Bahn
bleich sah er aus
und übernächtigt.
Zu viel zu tun
vielleicht.
"Take care of you"
murmelte er
als ich ausstieg
in Highgate.
Der Zug fuhr an
er saß am Fenster
den Mantelkragen hochgeschlagen.
Verborgen seit jeher
versteckt unter tausend Masken
kein Wort so missbraucht wie dieses
das Schwarze Quadrat
eine Offenbarung
verglichen mit dir
wessen Stimme hörte Mose
im Dornbusch in der Wüste?
Ich hör dich flüstern
im Wind zwischen Bäumen
ein Hauch nur in der Kantate
des großen Bach.
Manchmal
kurz vor Mitternacht
am Schreibtisch, übermüdet
weil das Wort mir fehlt
Erlösung von dem was war
und dem was kommt -
ach gingest du vorüber.
Der junge Schwarze
in der Fußgängerzone
mit seinem Pappschild
"Wer die Ehe bricht
ist reif für die Hölle"
und um ihn herum
schreiende Hexen im Feuer
und Männer in Kapuzen
mit Fackeln
aber nicht ein Funke
der übersprang
auf Passanten mit Handy
vor Luxusgeschäften
was ist das Jüngste Gericht
gegen Hollywood?
Am Sonntag
sehe ich dich
manchmal
unter der Kanzel
beladen mit all dem
was wir uns wünschen
in viel zu weiten Kleidern. -
In deiner Haut
möchte' ich nicht stecken.
Gefesselt an die Ruderbank
der Zeit
den Blick zum Horizont
starr
nur manchmal
treten wir aus ihr heraus
in eine andere Zeit
vielleicht
ist nichts vergangen
auch nicht der Augenblick
in der kreisrunden Krypta
oben im Canigou
so unwirklich einzigartig
als die Worte aufhörten und du
in mich eintratst.
Unruhig
mein Herz
so unruhig.
(c) Bernd Giehl
Unruhig ist unser Herz, bis es ruht, Gott, in Dir. Denn auf Dich hin hast Du uns geschaffen (Augustinus: Bekenntnisse II/4)